Warum wir tun, was wir tun

Rochus Messemer mit einem Kollegen nach der Meisterprüfung im Bad Dürkheimer Fass

Unser Unternehmen wurde 2001 von meinem Vater – Rochus Messemer – gegründet. Der zweifache Handwerksmeister entschied sich zur Selbstständigkeit, da ihm in seiner Führungsposition bei großen Bauunterehmen immer wieder dasselbe Problem Bauchschmerzen verursacht hat. Alle Firmen hatten in ihrer Chefetage nur noch Menschen, die auf Zahlen schauten und weder die Firmengeschichte kannten, noch das Personal – von Fachkompetenz ganz zu schweigen. Aus diesem Grund entschloss sich Rochus Messemer einen 2-Achser Hänger zu kaufen und mit einer Handkreissäge und dem klassischen Maurer Werkzeugeimer Aufträge an Land zu ziehen und die Kunden fachmännisch und wirtschaftlich zu beraten. Bis heute hat sich daran nicht viel geändert.

Heute haben wir ein großes Lager mit allen Maschinen und Geräten. Fachpersonal, das gerne bei uns arbeitet und mich. Ich bin der Sohn – Ruven Messemer – und habe nach viel Ferienarbeit auf den Baustellen und anschließend meinem Bauingenieurstudium den Entschluss gepackt, ins Familienunternehmen einzusteigen.

Was wir den Menschen bieten

Von der Planung bis zur Ausführung – Ortbetontreppe bei einem aktuellen Neubauprojekt

Wir bauen Häuser in Massivbauweise. Mit Beton, Stahl und Steinen lassen wir Familienträume wahr werden. Aber auch An- und Umbauten an einem Bestandshaus oder das Pflastern einer neuen Einfahrt gehören zu unserem alltäglichen Brot. Unsere liebste Herausforderung und Leistung sind definitiv Treppen aus Sichtbeton, da diese viel Vorstellungskraft, handwerkliches Geschick und Liebe zum Detail erfordern.

Seitdem ich im Unternehmen bin, haben wir uns um eine weitere Leistung spezialiert: Ein Projekt von der Planung, über den ersten Spatenstich bis hin zum schlüsselfertigen Verkauf zu realisieren. Natürlich sind uns dabei am Anfang einige Fehler passiert, wie z.B. das Vernachlässigen eines Bodengutachtens, wodurch mehr Geld in die Erdarbeiten gesteckt werden musste, als ursprünglich kalkuliert. Aus Fehlern wird man schlau und wir haben viel dazu gelernt und wollen uns in Zukunft mit unseren Planern, Handwerkspartnern und Lieferanten aus der Region zusammenschließen, um weitere eigene Immobilienprojekte zu realisieren.

 

 

Warum ich in den Familienbetrieb eingestiegen bin?

Ruven Messemer im Büro in Imsbach.

Nach meinem Bachelorstudium im Bauingenieurwesen wollte ich erstmal weit weg. Zusammen mit einem Freund, der schon viele Jahre in Wien lebt, haben wir uns entschlossen die Monatsmiete zu teilen. Ich fing mit einem Masterstudium an der TU Wien im Bauprozessmanagement an und mein Freund  studierte an der WU Wien noch BWL. Ein weiterer Freund hatte schon einen Fuß in die Tür zur Selbstständigkeit gesetzt.

Bei einem Glas – oder eher bei einer Flasche – Wein haben wir immer angefangen über das Leben zu philosophieren. Wir sind jedes Mal zu dem Resultat gekommen, dass man im Leben immer das machen sollte, was einen glücklich macht. Schließlich verbringt man mindestens 1/3 des Tages auf der Arbeit. Der klassische Gang vom Abitur, über das Studium zu einem tollen „nine to five“ Job hat uns nie so wirklich zugesagt. Unsere Lebenszeit ist uns mehr wert, als unwichtige Dinge auswendig zu lernen, um einen tollen Angestelltenjob zu bekommen, der uns eigentlich mehr nervt als glücklich macht.

Bedingt durch familiäre Umstände und die Einstellung, die mein engster Freundeskreis und ich immer weiter manifestierten, entschloss ich mich das Studium vorzeitig zu beenden. Ich war es leid die Studenten zu sehen, die verzweifelt in der Bibliothek saßen und Dinge auswendig lernten, die sie nicht einmal interessierten. Meine Natur ist eine ganz andere. Ich wollte langfristig sowieso in den Familienbetrieb, weil es mir Spaß macht von A bis Z lernen zu können, was zum Unternehmertum dazu gehört. Ein kleiner Betrieb funktioniert in keinem Geschäftsbereich anders als ein großer. Also warum nicht schon jetzt durchstarten?

Folgedessen packte ich meine Sachen und ging zurück nach Deutschland, um in die Firma einzusteigen. Es machte mir große Freude, bei dem Verkauf des ersten schlüsselfertigen Projekts dabei zu sein. Ich hatte beim Bau natürlich selbst mitgeholfen und war erstaunt über die Bewunderung der Interessenten, die das Haus besichtigten. Als sich das Paar dazu entschied, dass Haus als Fundament zur Gründung einer Familie zu kaufen, war das ein außergewöhnliches Gefühl. Viel mehr wert, als eine Note 1 in einem Auswendiglernfach. Damit hat sich mein Entschluss, früher ins Unternehmen einzusteigen als geplant, bestätigt.

Unsere Vision

Das aktuelle Team der Firma Messemer

Wir sind ein bodenständiges, kleines Unternehmen, das viel Wert auf Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit, Loyalität und Leistungsbereitschaft legt. Wir nehmen es uns zur Aufgabe, den Kunden fachmännisch und wirtschaftlich zu beraten und ihm seine Wünsche qualitativ so hochwertig zu erfüllen, dass er langfristig Kosten spart und glücklich bleibt.

Wir planen und bauen nichts, wovon wir nicht selbst überzeugt sind. Nur regional ansässige Firmen unterstützen uns bei der Planung, Lieferung der Materialien und Entstehung unserer Häuser. Bei uns gibt es keine Massenware von der Stange, die einem langfristig nur den Geldbeutel leert, sondern ehrliche Handwerksarbeit, die ihr Geld wert ist.

Unser Team ist überschaubar klein, was ein individuelles, persönliches Wachstum fördert. Es ist uns wichtig, dass unsere Mitarbeiter gerne auf die Arbeit kommen und ihren Beruf mit Liebe ausüben. Jeder soll durch neue Herausforderungen wachsen und weiterkommen. Das familiäre Miteinander und der notwendige Respekt schaffen eine klare, aber auch lockere Arbeitsatmosphäre, die mit Effizienz glänzt. Unsere wöchentlichen Team-Meetings untermauern unsere klare Struktur und Zielsetzung, wohingegen Team-Events das Miteinander pflegen.

Das Team bei einem Team-Meeting am frühen Montagmorgen.

Unser Betrieb ist seit 2018 Ausbildungsbetrieb für Maurer. Unserer Ansicht nach ist es persönlich erfüllender, etwas mit eigenen Händen zu erschaffen, das mit Beständigkeit und Lebensdauer überzeugt, als vor einem PC zu sitzen. Ich persönlich habe zwar studiert und verbringe viel Zeit im Büro, doch als Ausgleich brauche ich auch einige Tage pro Woche in Zunftkleidung auf der Baustelle.

 

 

 

Vater Rochus Messemer und Sohn Ruven

Wir wollen junge Leute motivieren einen Handwerksberuf zu erlernen, der vielseitiger ist als es sich vermuten lässt. Mit Hilfe der Digitalisierung und mit den neusten Maschinen runden wir unseren Berufsalltag angenehm ab. Die überschaubare Größe unseres Unternehmens sorgt für die notwendige Aufmerksamkeit jedes Einzelnen, der dadurch den Freiraum und die Zeit bekommt, zu wachsen. Unsere Erfüllung ist es, eine konkrete Vorstellung eines Kunden auf Papier oder Computer greifbar zu machen. Ein glücklicher Kunde, der mit seiner Familie lange in einem von uns gebauten Wohnraum leben will, gibt uns jeden Morgen die Kraft aufzustehen und weiterzumachen.

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